Depression: Fakten

Depression ist wie Diabetes oder Blut­hochdruck eine Erkrankung, die jeden treffen kann - unabhängig von Beruf, Alter und sozialem Stand. Depression ist kein Ausdruck persönlichen Versagens.

 

Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisa­tion (WHO 2006) zeigen die herausragende Bedeutung von Depressionen in den Industrieländern. Berücksichtigt man die Schwere der Beeinträchtigung und die Dauer der Erkrankung, liegt sie vor allen anderen körperlichen und psychiatrischen Volkskrankheiten.

 

Schätzungen zu Folge leiden ca. 5% der Bevölkerung in der BRD zu diesem Zeitpunkt an einer behandlungsbedürftigen Depression – also rund 4 Millionen Menschen! Das persönliche Leid, das die Erkrankung verursacht, ist enorm. 15% der Menschen, die an schweren Depressionen leiden, neh­men sich das Leben.

 

Obwohl der Mehrzahl der Betroffenen durch Psychothe­rapie und Medikamenten erfolgreich geholfen werden kann, erhält nur eine Minderheit der in der Primärversorgung behandel­ten Patienten eine passende Therapie. Denn: Depressionen werden von vielen Menschen immer noch verharmlost und selbst von Fachleuten zu häufig übersehen.