Auftrag des Münchner Bündnis gegen Depression

Depression begegnen, seelische Gesundheit fördern:

 

Entstehung und Auftrag des Münchner Bündnis gegen Depression

 

In Nürnberg wurde 2001 und 2002 erstmals ein 4-Ebenen-Aktionsprogramm mit dem Ziel der besseren Versorgung für depressiv erkrankte Menschen durchgeführt: Das Nürnberger Bündnis gegen Depression. Das fränkische Modellprojekt hat in den vergangenen Jahren Schule gemacht. 50 weitere Städte und Regionen haben eigene lokale Bündnissen gegen Depression gegründet - so auch die Stadt München.

 

Seit Juni 2008 existiert in der bayerischen Landeshauptstadt ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, Depression zu einem öffentlichen Thema zu machen und die Versorgung depressiver Münchner Bürgerinnen und Bürger zu verbessern: Das Münchner Bündnis gegen Depression.

 

Zweck des Bündnis ist die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege und der Bildung. Es soll dazu beitragen, das gesundheitliche Wohl von depressiv erkrankten Menschen zu fördern, die Unterversorgung dieser Patienten zu beseitigen und Maßnahmen zu unterstützen, die die Diagnose und Therapie von Depressionen verbessern. Über diesen Weg soll auch die Häufigkeit von Suiziden und Suizidversuchen gesenkt werden.

 

Das 4-Ebenen-Aktionsprogramm

 

 (1.)  Kooperation mit Hausärzten

 

(2.)  Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit

 

(3.)  Zusammenarbeit mit Multiplikatoren

 

(4.)  Angebote für Betroffene und Angehörige

 

Konkreten Maßnahmen:

 

- Information der breiten Öffentlichkeit über Depressionen und erfolgreiche Behandlungsmethoden (Aufklärungskampagne mit Medienberichten, Plakaten, Informationsvideos, Broschüren, Kinospots, Informationsveranstaltungen etc.)

 

- Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und andere Multiplikatoren (Psychotherapeuten, Seelsorger, Altenpflegekräfte, Lehrer etc.) zur Optimierung von Diagnose und Therapie depressiver Störungen

 

- Enge Kooperation und Vernetzung mit den vor Ort tätigen Einrichtungen, die bereits in die Versorgung depressiver Menschen eingebunden sind (Psychiatrische und psychosomatische Kliniken, Beratungseinrichtungen, Krisendienste, niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, Kirchen und Wohlfahrtsverbände, Selbsthilfe- und Angehörigengruppen, Apotheken etc.)

 

Dieses Programm hat sich bereits im Modellprojekt bewährt: Die Rate der suizidalen Handlungen in Nürnberg konnte im Vergleich zum Ausgangswert des Vorjahrs (2000) und im Vergleich zur Kontrollregion Würzburg um mehr als 20 Prozent reduziert werden.

 

Gemeinsam stark: Unsere Partner

     

Das Münchner Bündnis gegen Depression wird von der Landshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt, gefördert.

 

Dem Bündnis gegen Depression gehören Betroffene und Angehörige, Vertreter von Kliniken, psychosoziale Einrichtungen, Verbände und Selbsthilfegruppen,  niedergelassene Ärzte und Therapeuten, Repräsentanten der Politik und viele weitere engagierte Personen und Einrichtungen an. 

 

Das Bündnis möchte sich in München und Oberbayern aber auch langfristig den Bedürfnissen der Erkrankten und der Bevölkerung widmen. Partnerschaften mit dem Deutschen Bündnis gegen Depression und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe eröffnen die Möglichkeit, bundesweite Erfahrungen in München zu nutzen sowie zukünftig Münchner Erfahrungswerte bundesweit umzusetzen – im Sinne der seelischen Gesundheit aller!

 

Seelische Gesundheit – wir tun was dafür!